Samstag, 5. Dezember 2015

Die Pflanzen 2

Ursprüngliches Veröffentlichungsdatum auf http://naturnahehecke.blog.de/:
FREITAG, 13. MÄRZ 2015

Hier nun eine alphabetische Liste der Gehölze, die mit einer Häufigkeit von über 25 % aufgetreten sind und die 2002 von der LfU für das Anlegen einer Hecke im Naturraum Nr. 102 empfohlen wurden (E):
  • Acer campestre Feld-Ahorn, Maßholder (61 %, E), 
  • Acer pseudoplatanus Berg-Ahorn (25 %, E), 
  • Carpinus betulus Hainbuche (25 %, E), 
  • Cornus sanguinea Roter Hartriegel (67 %, E), 
  • Corylus avellana Gewöhnliche Hasel (49 %, E), 
  • Crataegus laevigata Zweigriffliger Weißdorn (47 %, E), 
  • Crataegus monogyna Eingriffliger Weißdorn (40 %, E), 
  • Euonymus europaeus Gewöhnliches Pfaffenhütchen (53 %, E), 
  • Fraxinus excelsior Gewöhnliche Esche (32 %E), 
  • Ligustrum vulgare Gewöhnlicher Liguster (51 %, E), 
  • Lonicera xylosteum Rote Heckenkirsche (28 %, E), 
  • Prunus avium Vogel-Kirsche (32 %, E), 
  • Prunus spinosa Schlehe (77 %, E), 
  • Quercus robur Stiel-Eiche (30 %, E), 
  • Sambucus nigra Schwarzer Holunder (81 %, E), 
  • Viburnum lantana Wolliger Schneeball (28 %, E).
Alle Gehölze, die mit einer Häufigkeit von über 25 % in den Hecken auftreten (zum Thema Rosen, wurden auch von der LfU empfohlen. Was die Richtigkeit dieser Empfehlung bestätigt. Was in dieser Liste nicht zu finden ist, sind die Stauden und Halbsträucher. Diese werden aber auch nicht angepflanzt, sondern stellen sich durch Samenflug selber ein.

Weitere empfohlene Arten und ihre Häufigkeit in den örtlichen Hecken:
  • Acer platanoides Spitz-Ahorn (7 %, E), 
  • Alnus glutinosa Schwarz-Erle (0 %, E), 
  • Alnus incana Grau-Erle (0 %, E), 
  • Betula pendula Hänge-Birke (0 %, E), 
  • Fagus sylvatica Rotbuche (7 %, E), 
  • Frangula alnus Faulbaum (0 %, E), 
  • Populus tremula Zitterpappel, Espe (2 %, E), 
  • Prunus padus Gewöhnliche Traubenkirsche (2 %, E), 
  • Quercus petraea Trauben-Eiche (4 %, E), 
  • Rhamnus cathartica Echter Kreuzdorn (4 %, E), 
  • Rosa canina Echte Hunds-Rose (16 %, E), 
  • Rosa rubiginosa Wein-Rose (0 %, E), 
  • Rosa spec., Unbestimmte Rosen (60 %)
  • Salix alba Silber-Weide (0 %, E), 
  • Salix aurita Ohr-Weide (0 %, E), 
  • Salix caprea Sal-Weide (11 %, E), 
  • Salix cinerea Grau-Weide (0 %, E), 
  • Salix purpurea Purpur-Weide (0 %, E), 
  • Salix rubens Fahl-Weide (0 %, E), 
  • Salix spec. Unbestimmte Weiden (2 %)
  • Salix triandra Mandel-Weide (0 %, E), 
  • Salix viminalis Korb-Weide (0 %, E), 
  • Sambucus racemosa Trauben-Holunder (0 %, E), 
  • Tilia cordata Winter-Linde (7 %, E), 
  • Tilia platyphyllos Sommer-Linde (0 %, E), 
  • Ulmus glabra Berg-Ulme (4 %, E), 
  • Viburnum opulus Gewöhnlicher Schneeball (2 %, E).
Vor allem die Weiden-Arten und weitere Feuchtigkeit bevorzugende Pflanzen fehlen in den heimischen Hecken, was der Trockenheit der Standorte geschuldet sein dürfte. Da unser Garten aber auch einem sehr trockenen Standort entspricht, habe ich die Feuchtgehölze bei der Biotopauswertung gleich weggelassen.
Weiterhin fehlen viele Baumarten. Das dürfte an der Größe der vorhandenen Hecken liegen. Da viele dieser Gehölze aber damals zum Teil starker Sukzession unterlegen waren und wahrscheinlich heute noch sind, dürfte sich der Baumanteil inzwischen erhöht haben.

Rosen kommen mit einer Häufigkeit von über 60 % vor, allerdings wurden diese meist nicht näher bestimmt. Dies ist auch nicht einfach, da es sehr viele Arten und Unterarten gibt und die auf nächstem Raum variieren können. Darum wurde uns im Studium empfohlen auf die Pflanzung von Rosen zu verzichten. Sie werden sich von selbst einstellen, da die Samen durch Vogelkot verbreitet wird.

Wenn man sich die Feuchtezahl nach Ellenberg, die man unter http://www.floraweb.de/ nachschauen kann, für die empfohlenen Gehölze anschaut und mit dem Standort abgleicht, fallen neun Pflanzen raus, da sie Bereiche bevorzugen, die feucht bis nass sind. Das betrifft
  • Alnus glutinosa Schwarz-Erle (Nässezeiger),
  • Alnus incana Grau-Erle (Feuchtezeiger),
  • Prunus padus Gewöhnliche Traubenkirsche (Feuchte- bis Nässezeiger),
  • Salix alba Silber-Weide (Feuchte- bis Nässezeiger),
  • Salix aurita Ohr-Weide (Feuchte- bis Nässezeiger),
  • Salix cinerea Grau-Weide (Nässezeiger),
  • Salix rubens Fahl-Weide (Feuchte- bis Nässezeiger),
  • Salix triandra Mandel-Weide (Feuchte- bis Nässezeiger),
  • Salix viminalis Korb-Weide (Feuchte- bis Nässezeiger).
Bei fünf weiteren Pflanzen ist nicht ganz klar, ob sie noch mit den Standortbedingungen zu Recht kämen:
  • Acer pseudoplatanus Berg-Ahorn (Frische- bis Feuchtezeiger),
  • Frangula alnus Faulbaum (Frische- bis Feuchtezeiger),
  • Salix caprea Sal-Weide (Frische- bis Feuchtezeiger),
  • Tilia platyphyllos Sommer-Linde (Frische- bis Feuchtezeiger),
  • Ulmus glabra Berg-Ulme (Frische- bis Feuchtezeiger).
Dies wird sich noch weisen müssen. Die Pflanzen der vorherigen Liste werden hier aber nicht weiter betrachtet.

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